Vom Journalismus zum Lobbyismus: Peter Haas über Handwerk, Politik & Einfluss | 🎙️ Conkret: Folge 49
Shownotes
In dieser Folge ist Peter Haas zu Gast – Hauptgeschäftsführer von Handwerk BW und damit eine der einflussreichsten Stimmen des Handwerks in Baden-Württemberg.
Peter erzählt, wie er vom Journalismus in die Lobbyarbeit gekommen ist und was es bedeutet, die Interessen von Hunderttausenden Handwerksbetrieben gegenüber der Politik zu vertreten. Er spricht über Bürokratieabbau, Schwarzarbeit, Allianzenbildung mit anderen Verbänden und die Frage, warum das Handwerk als Wirtschaftsmacht noch immer zu wenig Sichtbarkeit und Einfluss hat. Dazu gibt er einen klaren Blick auf den notwendigen Dialog zwischen Politik und Handwerk – und was sich dringend ändern muss. Zum Abschluss spricht er über die Herocon als Plattform für Vernetzung und Innovation.
In dieser Episode geht's um: 🏛️ wie Lobbyarbeit im Handwerk wirklich funktioniert – und wo sie an Grenzen stößt 📋 Bürokratieabbau & Schwarzarbeit – zentrale Forderungen ans politische System ⚖️ das Ungleichgewicht in der Lobbyarbeit zwischen Handwerk & anderen Branchen 💪 warum das Handwerk als Wirtschaftsmacht mehr Sichtbarkeit & Einfluss verdient 🎯 die Herocon als Ort für Vernetzung, Innovation & Zukunftsgestaltung im Handwerk
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00:00:00: Willkommen bei Konkret, dem Podcast der HeroCon.
00:00:03: Vom Handwerker-Event des Jahres direkt in deine Ohren!
00:00:07: Ob Digitalisierung, Fachkräftesicherung oder neue Wege der Auftragsgewinnung Wir bringen das Handwerk mit den klügsten Köpfen der Branche zusammen.
00:00:22: Herzlich willkommen zur neuen Folge von konkret dem HeroCon Podcast.
00:00:27: Und auch heute bin ich wieder nicht alleine und ich freue mich ganz besonders, dass heute Peter Haas mit dabei ist.
00:00:33: Hauptgeschäftsführer von Handwerk Baden-Württemberg, kurz Handwerk BW.
00:00:38: Und genau komplett richtig müsste es der baden-württlernbergische Handwerkskammertag sein.
00:00:45: Habe ich das so richtig zusammengefasst, Peter?
00:00:47: Fast!
00:00:48: Der Baden Württembergs-Handwerkstag Handwerkskammertag, aber das kann ich erklären dass es nicht nur der kamertag ist.
00:00:55: Okay hervorragende Einleitung.
00:00:58: Als Hauptgeschäftsführer Was ist so deine deiner Hauptfunktion?
00:01:03: Warum warum gibt es euch und was macht ihr?
00:01:05: Ja Vielen Dank für die Einladung.
00:01:08: erstmal freut mich Dass wir heute uns auch hier mal wieder treffen jenseits der sonst jetzt zusammenkünfte auf großen events.
00:01:19: handwerk bw Als Kurzfassung des Handwerkstags ist die Dachorganisation von allen Organisationen, die in Baden-Württemberg was mit Handwerk zu tun haben.
00:01:28: Und wie gesagt nicht nur die Kammern das unterscheidet uns auch von mancher Landesorganisation woanders.
00:01:35: bei uns sind acht Handwerkskammern Mitglied aber auch fünfzig Landesfachverbände, Landesinnungsverbände die dann quasi ihre entsprechend gewerkliche Erinnerungen vertreten.
00:01:44: Auch die thirty-fünf Kreishandwerkerschaften sind beim uns mit im Boot Und wir bilden quasi die Klammer um all das, was die vor Ort machen und in ihren Gewerken.
00:01:57: Vor fast siebzig Jahren haben sich alle diese Organisation überlegt unsere Lobbyarbeit in der Landeshauptstadt gegenüber einem Landtag, einer Landesregierung und im Konzert der anderen Verbände wo man ja auch gucken muss dass man ein bisschen mal sich Platz schafft und Sichtbarkeit organisiert.
00:02:14: Dass diese Arbeit machen wir nicht jeder für uns, jeder für sich sondern da ballen wir die ganze Kraft der Wirtschaftswacht von nebenan und geben uns einen Dachverband der dieses Geschäft für uns besorgt.
00:02:28: also Ich sage mal so, wer sich ein bisschen in der Verbandswelt auskennt.
00:02:31: Wir sind quasi der kleine ZDH auf Landesebene und das ist etwas was wir jetzt mit großem Elan hier machen um einfach die Stimme des Handwerks zu sein.
00:02:44: Hundertvierzichttausend Betriebe haben wir hier im Land, achthunderttausende Beschäftigte.
00:02:48: Das ist also schon eine Wucht, die uns auch ein gutes Gewicht gibt hier im politischen Geschäft.
00:02:57: Ja, super spannend auch ein cooles Zitat.
00:02:58: Wir sind ja der kleine zth.
00:03:02: Das das genau das werde ich mir merken.
00:03:04: aber vielleicht noch mal auch ein bisschen persönlich zu dir.
00:03:09: Du hattest ja auch ein Leben vor dem Hauptgeschäftsführeramt.
00:03:13: wie bist du vom?
00:03:16: Ich sag mal nahezu Star Journalist.
00:03:17: er Herbert Grönemeyer interviewt hat jetzt nach Stuttgart gekommen.
00:03:23: also es mit herbert grünemeyern stimmt aber star journalist war ich nie.
00:03:27: Ich habe schon als Schüler den Berufswunschjournalist gehabt.
00:03:32: Bei mir brauchte man nicht viel berufsorientierung, das wusste ich in der Mittelstufe.
00:03:38: Und habe da viele Praktika gemacht und dann auch für die Lokalzeitung gearbeitet.
00:03:44: Kommt aus dem Rheinland, habt also viel im Kölschen und Bonner Karneval meine Wochenenden verbracht und meine Artikel geschrieben bis in Taschengeld verdient und wollte das immer werden und bin danach der Schule zum Radio.
00:03:58: Ich hab dort eine Ausbildung zum Redakteur gemacht und als Redakteure gearbeitet und ich habe während des Studiums was sich doch noch angeschlossen hat viele Jahre als Freier Journalist gearbeitet.
00:04:10: Beim Radio, als Moderator auch beim Fernsehen als freier Redakteur und habe wirklich das bunte Leben dort mitgenommen und neben Herbert Grünenmaier eine ganze Reihe von Promis auf vor dem Mikro und vor der Kamera gehabt Und hab dann irgendwann gesagt, naja jetzt hast du viele Jahre Journalismus gemacht und du hast auch Volkswirtschaft und Politik studiert.
00:04:34: Wie kann man das denn eigentlich zusammenfassen?
00:04:38: tatsächlich in die Kommunikation zu gehen, also das Thema Öffentlichkeitsarbeit und bin dann erstmal Pressesprecher geworden.
00:04:46: Und dazu fälligerweise – das war jetzt gar nicht so das erste Ziel – in einer Handwerkskammer.
00:04:51: aber da gab es halt die Chance auch mal die Stadt zu wechseln, aus dem Rheinland rauszukommen.
00:04:56: Bin nach Hamburg gegangen, war da ein paar Jahre Pressespricher der Handwerkskammer Hamburg Und so bin ich dann in der Verbands- und Organisationswelt gelandet.
00:05:04: Dann gab es eine gewisse Zeit Ausflüge in die Sphäre der Arbeitgeberverbände, und bin aber jetzt vor fünf Jahren ins Handwerk zurückgekehrt mit großem Spaß, weil ich das damals schon ganz klasse fand und als dann die Möglichkeit hier an Baden-Württemberg bestand für den Handwerkstag die Hauptgeschäftsführung zu besetzen, wie gesagt auch.
00:05:29: Super zurück ins Handwerk, weil ich liebe diese Wirtschafts diesen wirtschaft zeigt wirklich liebt die Unternehmerinnen und Unternehmer das ganzes flair die die Grundhaltung.
00:05:40: Und deswegen du sagtest ich hatte ein Leben davor aber jetzt habe ich auch ein Leben im Handwerk.
00:05:46: Ich bin zwar selbst kein guter Handwerker aber ich lebe es mit Leib und Seele für diese Branche Lobby Arbeit zu machen.
00:05:54: Aber da gibt's ja einige Menschen denen es so geht.
00:05:56: also ich hab auch zwei linke Hände und mein Problem ist ich bin Rechtshänder.
00:05:59: Andersrum wäre super.
00:06:02: Und nageln die Wand gar kein Problem, aber genau weil Bohren und Dübeln wird es dann schon... Also das krieg ich mittlerweile auch hin, weil ich habe jetzt genug Bekannte, die aus dem Handwerk kommen.
00:06:13: Aber wie würd's so sagen?
00:06:14: Das ist kurz zusammengefasst, also ich überlege jetzt schon, wie betitelt man das?
00:06:20: Ich würde jetzt sagen vom Journalismus zum Lobbyismus
00:06:23: Von mir aus ja, also ich hab kein Problem mit dem Begriff des Lobbyisten.
00:06:28: Manche denken ja das sei ein Schimpfwort
00:06:31: Aber ist es eine Übersetzung für Meinungsvertreter
00:06:37: oder Interessenvertretern?
00:06:38: und es kommt ja Lobbying aus der Situation, die man in den USA hatte.
00:06:50: Wo Verbandsvertreter, Wirtschaftsvertretern, Interessenvertreters sich dann im Kongress also dort im Parlamentsgebäude in der Lobby, also unten im Eingangsbereich, im Flur aufhielten weil ins Parlament selbst durften sie nicht rein.
00:07:05: Also haben Sie unten gewartet bis die Abgeordneten raus kamen und wenn sie dann kam hat man sie dort abgefangen und gesagt übrigens eine wichtige Sache habe ich noch.
00:07:13: Und deswegen, also die in der Lobby saßen um Politiker zu überzeugen und für ihre Interessen zu gewinnen.
00:07:21: Das sind die Lobbyist!
00:07:22: Also es ist einfach eigentlich nur eine Ortsbezeichnung wo die Arbeit verrichtet wird.
00:07:30: Für mich ist das so ein Weg.
00:07:32: Gerade in der Politik, wenn ich mir den Bundestag vorstelle gibt's ja auch diese Vorhallen... Da warten ja auch manchmal Journalisten, das heißt der Weg vom Journalismus zum Lobbyismus ist auch da dann gar nicht so weit.
00:07:43: Also rein örtlich betrachtet?
00:07:46: Das ist tatsächlich so.
00:07:48: und dann gibt es halt noch einen verbindenden Punkt, dass ist die Kommunikation.
00:07:54: also im Grunde der Tisch an dem ich früher saß und an dem mich jetzt sitze, der ist derselbe nur auf der anderen Seite.
00:08:02: Aber an diesem Tisch wird kommuniziert.
00:08:05: Es geht um Botschaften,
00:08:08: es
00:08:08: geht um Meinungsbildung und ein grunddemokratisches Verfahren nämlich aus einer Vielfalt von Meinungen nachher Kompromisse zu bauen etwas was heutzutage bei einigen in Verruf gekommen ist, der Kompromiss als Ergebnis demokratischer Prozesse.
00:08:33: Aber ich bin zutiefst davon überzeugt dass Verbände da kein Ballast sind in einer Demokratie oder Akteure die irgendwo zu falschen Entscheidungen führen im Gegenteil sondern wir bringen unsere Kompetenz ein manchmal in Konkurrenz zu anderen Und dann muss man schauen, welcher Ergebnis hinten rauskommt.
00:08:58: Und jeder ist natürlich wie in einem Wettbewerb auch immer dafür, dass man möglichst viel rausholt.
00:09:04: aber wir können auch damit leben wenn mal andere gewinnen oder wenn man tatsächlich zu Kompromissen da finden muss.
00:09:13: das ist ein ganz normales Vorgehen und das habe ich als Journalist als Reporter früher beobachtet Und ich habe ja eine Zeit lang dann bei den Arbeitgeberverbänden auch Tarifverhandlungen mitgeführt.
00:09:27: Da muss ich sagen, das war tatsächlich sehr befriedigend dass man nicht mehr vor der Tür warten musste bis die da drin fertig waren sondern dass man mal mit rein durfte.
00:09:37: und das ist jetzt das Schöne an der Arbeit jetzt.
00:09:39: aber ich liebe natürlich immer noch das was ich früher auch gemacht habe.
00:09:42: diese erste Liebe Radio vergeht nie.
00:09:44: also wenn ich dich jetzt auch mit diesem Mikrofon sehe da bin ich schon ein bisschen neidisch.
00:09:50: genau es ist ein Mikro macht noch keinen guten Radio-Journalisten, glaub ich aus.
00:09:55: Mein Team nennt mich manchmal liebevoll auch Radiogesicht aber das ist ein anderes Thema.
00:09:59: Ja, das kenne ich auch genau!
00:10:01: Sie haben ein richtiges RadiogESicht.
00:10:05: Nichtsdestotrotz machen wir weiter.
00:10:07: du hast gesagt Lobbyismus und Interessensvertretung ist immer also ist basisdemokratisch und auch immer ein Kompromiss und Kompromisse an sich sind de facto ja nichts Schlechtes.
00:10:18: Das ist für mich die perfekte Überleitung.
00:10:21: Wenn man an Baden-Württemberg denkt, ihr hattet gerade eine Landtagswahl.
00:10:26: Genau ich kann mir vorstellen dass ihr da auch ziemlich aktiv wart.
00:10:29: Was waren so die zentralen Punkte und Aufgaben die ihr vor der Wahl?
00:10:35: mit ins Spiel gebracht habe, um quasi ein möglichst starkes Handwerk für Baden-Württemberg zu erreichen.
00:10:40: Und vielleicht auch nach der Wahl weil man hat ja auch in der Presse durchaus gemerkt dass es ging ja in Teilen von Boxen würde man sagen unter die Gürtellinie in manchen Bereichen.
00:10:49: ob die so war muss jeder für sich beurteilen.
00:10:53: Ob manche seiner Hausaufgaben vielleicht nicht so gründlich gemacht haben wie man sie hätte machen können ist eine andere Sache.
00:10:59: Wie hast du das erlebt bisher?
00:11:02: Also unser Job, das ist ja tatsächlich eine der Kernaufgaben für uns als Handwerk-BW, als Landesorganisation.
00:11:08: Dass wir alle fünf Jahre in Wahlen dann zur Hochform auflaufen und sagen so jetzt gilt es, die Pflöcke einzurammen Politik und was ist da fürs Handwerk dann drin?
00:11:22: Und was können wir da dann einspeisen?
00:11:25: an Forderungen, an Korrekturen, an neuen Ideen die unseren Wirtschaftsweig auch nach vorne bringen.
00:11:33: Die uns fördern, die uns irgendwie unterstützen.
00:11:36: Da haben wir lange vorher mit angefangen.
00:11:38: über ein Jahr vor der Wahl, haben wir über unsere Gremien dann mit vielen Diskussionen unsere Forderung formuliert Paar aus der alten Forderungsliste von zwei tausendzehnundzwanzig, die noch nicht abgearbeitet waren auch wieder übernommen und neue Sachen ergänzt.
00:11:55: Zum Beispiel als ganz zentrale Forderung war da drin Die Meisterprämie, die es hier seit einigen Jahren gibt in Höhe von Tausendfünfhundert Euro zu verdoppeln.
00:12:04: Das war eine Forderungen verdoppelt.
00:12:05: Die Meistersprämien dreitausend Euro.
00:12:07: das wollen wir jetzt als
00:12:10: Ganz kurz zur Zwischenfrage wie viele Meister kommen jedes Jahr in Baden-Württemberg neu hinzu?
00:12:16: Also wie viele machen ihr einen Abschluss ungefähr?
00:12:19: Das sind so je nach Jahr, weil die Statistiken manchmal dann auch konjunkturelle Effekte oder sowas wie Corona-Krise drin haben.
00:12:28: Aber um die fünf bis sechstausend.
00:12:32: Okay.
00:12:33: So und das ist also es ist ein Millionenbetrag den wir da im Landeshaushalt dann jetzt schon bekommen und der höher werden soll.
00:12:41: aber jenseits des Arguments mehr ist immer schön.
00:12:46: Also wenn man das verdoppeln würde, wir reden da über ich glaube sieben Komma fünf Millionen Euro mehr.
00:12:52: Wenn es jetzt fünf oder sechs tausend Meisterinnen und Meister sind.
00:12:57: Das ist ja gefühlt für Landespolitik ein symbolischer Wert oder?
00:13:01: Oder wie wir hier in Baden-Württemberg mal sagen einen Nasenwässer.
00:13:06: Und deswegen haben wir auch kein schlechtes Gewissen.
00:13:08: aber nichtsdestotrotz Es ist eine Zahl, die auch eine gewisse Logik hat.
00:13:16: Weil wir sagen, wir wollen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.
00:13:21: Wir wollen dass die Politiker diesem schönen Versprechen der Meister es genauso viel wert wie der Master auch Taten folgen lassen.
00:13:29: Und das heißt, dass die Meisterschule und die Prüfungen ähnlich behandelt werden müssen Wie ein Studium wird das weitestgehend kostenfrei ist Sowohl der Verlauf, wie auch dann nachher die Abschlüsse.
00:13:43: Und wenn man dann anguckt was kostet denn eine junge Handwerkerin heutzutage dann der Meister?
00:13:50: Dann sind das halt etliche tausende Euro und die werden natürlich vom Bund schon gefördert durch sogenannte IFBG durch Zuschüsse teilweise auch Dinge, die man dann gar nicht mehr tilgen muss.
00:14:01: Dann auch Zuschüsse zum Meisterstück und so weiter.
00:14:03: Das unterscheidet sich ziemlich stark natürlich in den Gewerken.
00:14:07: Je nachdem wie hoch der Material-Einsatz ist.
00:14:10: da ist es dann teilweise beim Tischler ein seltenes teures Holz benutzt fürs Meister-Stück sehr viel teurer als bei einem Friseurmeister.
00:14:18: aber im Durchschnitt handelt's sich um paar tausend Euro und die werden halt im Moment noch nicht vollgedeckt.
00:14:24: von allen Fördermitteln Verdoppelung von tausend fünfhundert auf dreitausend Euro.
00:14:30: Das zeigen auch die Erfahrungen aus anderen Ländern, die uns da jetzt schon voraus sind kommt man bei vielen vielen Gewerken tatsächlich an die null Grenze ran und das ist dann der Anfang von Gleichwertigkeit.
00:14:40: deswegen stand das ganz stark im Zentrum unserer Forderung.
00:14:43: wir haben noch fünfundzwanzig weitere Forderungen gemacht also insgesamt sechsundzwanziger für sechsund zwanzig.
00:14:49: das war ein schöner eine schöne headline.
00:14:51: die konnten sich die politiker gut merken.
00:14:54: Wir sind damit ja auf Parteitage gegangen, wir hatten da unsere Infostände.
00:14:57: Wir haben Briefe geschrieben.
00:14:59: Wir hatten ein eigenes Wahlpodium mit allen Spitzenkandidaten, exklusiv fürs Handwerk und da haben wir Ihnen das so oft erzählt bis es nicht mehr hören konnten.
00:15:07: und siehe da.
00:15:08: Du sagst vor der Wahl und nach der Wahl die Verdoppelung der Meisterprämie steht jetzt im Sondierungspapier und wird auch im Koalitionsvertrag
00:15:16: stehen.".
00:15:17: Ja also das macht ja total Sinn.
00:15:21: Du sagst, es ist sechsundzwanzig.
00:15:22: Meisterprämie.
00:15:23: jetzt ein sehr plakativ, sehr gut merkbares Beispiel.
00:15:29: Hast du noch zwei oder drei andere Beispiele wo du sagst okay ich stelle mir das ein bisschen vor.
00:15:33: Sechsundzwantig für sechsund zwanzig?
00:15:35: Du hast auch gesagt Kompromisse wahrscheinlich.
00:15:37: wenn da von zehn umgesetzt werden seid ihr schon nicht unglücklich.
00:15:40: Ja definitiv.
00:15:43: also das würde ich natürlich öffentlich jetzt gegenüber dem Politiker nie so sagen dass weniger auch reicht.
00:15:49: aber Manche Themen sind ja dann auch keine Handwerksthemen pur, sondern sind eher so aus der Mittelstandsdenke manchmal auch allgemein wirtschaftlich.
00:15:59: Also wenn wir zum Beispiel eine zentrale Forderung haben Reduzierung von Berichts- und Dokumentationspflichten große Überschrift Bürokratieabbau Dann ist das etwas was die Chemieindustrie und Hotel Gastronomie in Baden-Württemberg genauso unterstützen würden.
00:16:17: und da kommen jetzt auch Punkte.
00:16:18: Auch dazu steht schon was im Sondierungspapier, wenn wir dann sagen wir wollen eine bessere Berufsorientierung war auch mehr Berufs Orientierung, mehr Praktika und das in allen Schulformen dass auch Gymnasiasten stärker ihre Berufserfahrungen während der Schulzeit im Bereich der beruflichen Ausbildung machen.
00:16:40: Das heißt also, dass man als Gymnasiast bis zum Abitur nicht nur Berufe kennenlernt für die man studieren muss sondern auch eine Ausbildung da ist.
00:16:49: Dass man mal ein Praktikum im Handwerk macht dafür werben wir.
00:16:53: das kann man landespolitisch sehr gut hinbekommen weil ich mein Bildungspolitik Schulpolitik ist jetzt eigentlich das Kernthema der Landespolitik.
00:17:02: Dafür werben Wir sind noch lange nicht am Ziel Weil Gymnasien sich da immer noch zu sehr wären das Handwerk reinzulassen.
00:17:09: Und dann gibt es ein weiteres Beispiel, das ist eine stärkere Bekämpfung der Schwarzarbeit.
00:17:15: Da haben wir in den letzten Jahren in einigen Gewerken, nehmen wir nur mal die Barbershops bei den Friseuren aber nach wie vor auch beim Bau Probleme gegenüber den Rechtschaffendenmitgliedsbetrieben und die Verwaltungsbehörden des Landes sind da nicht so hinterher, wie wir uns das wünschen würden schon gar in der Sanktionierung also konkreten Bestrafungen.
00:17:35: Lass der Zoll mal irgendwo rumläuft, das passiert dann schon.
00:17:38: aber dass dann wirklich mal auch Straften ausgestellt werden und wir als Handwerkskammern können dann zwar unter Sagung nach Handwercksrecht machen, aber wir können halt kein Strafzettel ausstellen.
00:17:49: Das ist auch eine der zentralen Forderungen.
00:17:53: Die ganze Tiewande gehört zu Verbände.
00:17:55: angesprochen also jetzt die Interessen des Handwerkes vertreten werden auch gegenüber der Politik, das macht man ja meistens in einer gewissen Form.
00:18:04: Ich weiß nicht, ob Konkurrenz das richtige Wort ist.
00:18:05: Aber jeder Spitzenverband stellt sich natürlich oder setzt sich erst mal für seine primären Interessen ein.
00:18:14: Das gerade andere Verbände genannt Bürokratieabbau zum Beispiel macht ihr dann auch manchmal mit anderen Verbänden gemeinsame Sache?
00:18:21: Dass ihr gemeinsam auftretet und zur Landespolitik geht.
00:18:26: also dass es eigentlich wie im Sport.
00:18:32: Erstmal ist es ein sportlicher Wettbewerb jeder für sich und da wo es Sinn macht Mannschaften zu bilden, weil man sagt die Konkurrenz ist jetzt nochmal eine ganz andere außerhalb unseres eigentlichen Spielfelds.
00:18:49: Da machen wir das.
00:18:50: Allianzenbildung ist eine ganz besonders beliebte Übung bei mir und ich finde das gehört auch zur moderner Verbandsarbeit dazu.
00:19:01: dieses jeder für sich funktioniert nicht in hundert Prozent.
00:19:05: dafür haben wir mittlerweile viel zu viele Akteure ja auch nicht nur Verbände, viele NGOs.
00:19:12: Viele Netzwerke die sich auch nur zu einem Thema bilden auch teilweise nur zeitweise bilden also Kampagnen Aktivisten und so weiter, ganz viele die auf diesen Markt drauf gekommen sind in den letzten Jahren oder Jahrzehnten.
00:19:28: Und deswegen muss man immer schon abschätzen, in welcher Thematik dringe ich alleine durch?
00:19:35: habe ich genugend Relevanz und wo muss ich mich stärken?
00:19:39: durch Partner?
00:19:40: Und ein ganz schönes Beispiel weil wir eben bei der Bürokratie waren war jetzt vor zwei Jahren die sogenannte Entlastungsallianz.
00:19:50: Da haben wir, das war auch ein Zufall.
00:19:52: Wir saßen an einem Tisch und treffen uns zweimal im Jahr mit den Spitzenverbänden der Industrie, dem Spitzenverband der Industrien- und Handelskammern und dann den Spitzeverbändern der Kommunen also Städte, Gemeinden, Landkreise sitzbar so an einem Tisch und bequatschen mal ein paar Themen.
00:20:12: Und da ist Wirtschaft und Kommune sich oft gar nicht so einig.
00:20:18: aber Bei einem Termin hatten wir dann alle so den absoluten Groll und Kram über Bürokratie.
00:20:25: Und habe ich gedacht, Mensch das ist interessant.
00:20:27: also nicht nur wir Unternehmensvertreter schimpfen sondern sogar die Vertreter der Bürgermeister- und Landräte.
00:20:34: und offensichtlich haben wir einen gemeinsamen Feind nämlich den Amtsschimmel und daraus haben wir ein gemeinsam Brief entwickelt Betitelt haben, da hatte ich ein bisschen Sorge ob diese Überschrift nicht so heftig ist.
00:20:52: In großer Sorge um unser Land haben wir diesen Brief an den Ministerpräsidenten genannt.
00:20:57: mittlerweile bin ich eher der Meinung und also traurigerweise der Meinung dass das absolut in schwarze getroffen hat, dass man sich große Sorgen um Deutschland auch um Baden-Württemberg als Standort machen muss.
00:21:12: dann haben wir gesagt lasst uns doch mal gemeinsam Politik Wirtschaft Kommunen darüber nachdenken, was hier abzubauen wäre wie wir entlasten könnten.
00:21:19: Das hat sich Herr Kretschmann damals als ja jetzt entscheidende MP ein bisschen gewährt.
00:21:26: aber gemerkt und das ist jetzt der Punkt er wirklich gedacht er könnte das aussitzen weitgemerkt gegen diese Allianz aus acht Verbänden kommt er auch medial nicht mittelfristig langfristig an.
00:21:40: Und dann hat er klein beigeben und hat gesagt, gut.
00:21:43: Dann machen wir das jetzt mal dieses Format.
00:21:44: Dann haben wir ein Jahr lang wirklich übelste Detailarbeit gemacht und beispielsweise das Landesgaststättengesetz verändert.
00:21:56: Das hat auch unsere Bäcker gefreut weil man keine große Artige Genehmigung mehr vom Amt braucht, wenn man etwas verändert oder einen Kaffee eröffnet.
00:22:08: Sondern man muss es nur noch anzeigen also Brief hinschreiben dann darfst du loslegen musst nicht mehr wochenlang warten.
00:22:14: das ist Bürokratieabbau im Kleinen.
00:22:17: Aber ich meine davon gibt's ja tausende Beispiele Tausende.
00:22:21: und am Ende des Problems bei Bürokratees ja sie hat ja ein Selbsterhaltungszweck
00:22:27: Absolut!
00:22:28: Gut, dass du das sagst.
00:22:30: Weil es ja so ein Mega-Thema ist und vielleicht viele die den Podcast jetzt auch sehen sagen genau das triggert mich auch.
00:22:37: aber beim Schimpfen muss man immer gucken ob man wirklich die Bürokratie, die im Gesetz steht beschimpft oder die, die sie vollziehen.
00:22:49: ich gebe dir ein ganz lustiges Beispiel Die Bäcker und Metzger haben sich bei uns immer wieder beschwert, dass sie bei den Kontrollen in ihren Betrieben immer wieder aufgefordert werden Listen zu schreiben mit der Kontrolle der Kühltemperaturen.
00:23:04: In ihren Kühlschränken und Kühlräumen.
00:23:07: Obwohl die Dinger alle seit Jahren durchdigitalisiert sind man kann das auslesen
00:23:10: usw.,
00:23:11: werden die immer wieder angehalten.
00:23:13: schön Papierlisten so führen also wie bei dem Klos die man irgendwie an der Raststätte sieht jede Stunde kontrolliert sagen, das ist doch totaler Blödsinn.
00:23:24: Dann haben wir uns beschwert beim zuständigen Minister.
00:23:26: Das geht gar nicht so!
00:23:27: Das muss abgeschafft werden.
00:23:29: Antwort des Ministeriums?
00:23:30: Das gilt längst nicht mehr.
00:23:32: Haben sie uns bewiesen vor Jahren schon ein Schreiben des Ministers an alle nachgeordneten Behörden ihr müsst das nicht mehr von den Bäckern Metzeren aufschreiben lassen nur die Beamten fort.
00:23:45: Die haben es entweder nicht gelesen oder nicht kapiert?
00:23:48: Oder haben gesagt, nee, sicher ist sicher.
00:23:51: Ich lass immer noch
00:23:51: aufschreiben.".
00:23:53: Und das ist dann das Problem.
00:23:55: und was haben wir denn gemacht?
00:23:56: Wir haben dann das Antwortsschreiben des Ministers an alle Bäckereien und Metzgereien verteilt und gesagt, es hängt direkt neben dem Meisterbrief.
00:24:04: Wenn einer kommt, verweist ihr auf die Unterschrift des Minsters, dass sie das nicht mehr machen müsste.
00:24:08: Also das ist es tatsächlich!
00:24:10: Es steht gar nicht mehr im Gesetz.
00:24:14: Das heißt es ist quasi, es gibt auch einen großen Teil an Schattenbürokratie.
00:24:18: Ja so kann man das nennen.
00:24:20: schöner neuer Begriff danke
00:24:23: Genau, mir ist aufgefallen vor kurzem.
00:24:25: Also ich meine dass du sehr aktiv und umtriebig und auch das finde ich ja fürs Handwerk sehr erfrischend gerade auf anderen Plattformen wie zum Beispiel LinkedIn sehr aktiv bist.
00:24:35: Und doch da zeigs was passiert wo du unterwegs bist.
00:24:39: Ich gehe davon aus dass andere Geschäftsführer ähnlich aktiv sind.
00:24:42: man kriegt es nur nicht so mit.
00:24:45: Eine Reise die mir ein bisschen aufgefallen ist ist Du warst vor kurzm in Berlin Und hast viele Spitzenvertreter und Co.
00:24:52: auch auf der Bundesebene getroffen?
00:24:55: Wie steht diese lokale Arbeit in Baden-Württemberg mit der Bundsebene zusammen, also wenn du nach Berlin fährst was ist da dann der Auftrag?
00:25:07: Also gut die Bundeshauptstadt ist natürlich auch voller Baden Württemberger nicht nur weil ganz viele Schwaben auf dem Prenzlauer Berg gezogen sind, sondern im Deutschen Bundestag sitzen auch eine ganze Reihe Abgeordnete hier aus dem Südwesten.
00:25:24: Im Bundesrat sitzt ne Delegation aus Baden-Württemberg und witzigerweise der aktuelle Kanzleramtsminister beispielsweise der engste Mitarbeiter des Kanzlers selbst ist ein Baden Württemberger Torsten Frey.
00:25:41: das heißt Unsere Lobbyarbeit konzentriert sich natürlich in erster Linie hier auf die Landespolitik.
00:25:48: Aber viel, was unsere Betriebe tagtäglich belastet oder auch die Arbeit in den Betrieben prägt ist ein politisches Ergebnis der Bundespolitik und sind Gesetze, die in Berlin gemacht werden.
00:26:06: Nehmen wir jetzt nur gerade mal die Diskussion um die Gesundheitsreformen Und wenn dann überlegt wird, wie denn die Sozialversicherungsbeiträge in Zukunft sein müssen.
00:26:16: Dann trifft das auch unsere Handwerksunternehmer jeden Monat, wenn sie Lohn machen und deswegen können wir halt nicht nur Landespolitik machen sondern wir müssen ab und zu auf die Bundespolitik gucken Auch wenn das natürlich im Kern der Job der Kolleginnen und Kollegen beim ZDH ist.
00:26:34: Aber da wo wir dann die Schwaben und die Badener in Berlin treffen wollen.
00:26:38: Da machen wir das dann einmal im Jahr auch selbst und dann holen wir uns die Spitzen unserer Mitgliedsorganisation zusammen, waren jetzt eine Truppe von dreißig Leuten Kammerpräsidenten, Verbandsvorsitzende Und machen dort zwei Tage lang Druckbetankung und wirklich so ein Terminmarathon um erstens mal mit eigenen Ohren zu hören wie die Lage gerade ist, aber selbst auch noch mal zu sagen was uns stört.
00:27:04: Denn tatsächlich wenn wir zum Beispiel über das Arbeitsschutzthema Asbest beklagen dann hilft es nichts bei der Landesregierung zu machen weil sie da einfach nur begrenzt zuständig ist.
00:27:21: Das Thema Interessensvertretung.
00:27:24: Lobbying Ist ja, wie gesagt, schon mal erwähnt dass es manchmal negativ behaftet ist auch wenn's einfach nur sinnvoll ist um basisdemokratische Prozesse zu unterstützen.
00:27:34: Man weiß ja selber schon je größer eine Organisation wird.
00:27:37: man ist nicht in allem Experten.
00:27:38: das kann man ja auch nicht von jedem Politiker erwarten der am Ende dann Entscheidungen trifft.
00:27:42: deswegen trifft es ja.
00:27:44: Nichtsdestotrotz was ich wahrnehme ist gerade im Handwerk wird gefühlt viel über die Politik geschimpft Mal konkreter, mal im Allgemeinen.
00:27:55: Da oben muss ich was ändern damit.
00:27:58: Glaubst du das dieser Prozess mehr aus dem Handwerk selbst kommen muss oder ist tatsächlich ein Umdenken in der Politik geben muss?
00:28:13: Ich glaube je kleinteiliger oder je mittelständischer ein Wirtschaftszweig geprägt ist umso mehr liegt die Meinung auf der Zunge.
00:28:29: Ein Inhaber, ein Familienunternehmer mit einem Betrieb mit zehn Leuten.
00:28:35: Der überlegt nicht lange ob etwas politisch korrekt diplomatisch ist sondern wenn der einfach was quersitzen hat und er sagt das geht mir richtig auf den Keks ich bin Handwerker geworden um Handwerka zu sein und nicht Büro hängst dann sagen die das Und ich finde dass auch ganz hilfreich Stimme des Volkes da immer mal wieder aufzunehmen.
00:29:01: Und unser Job ist es dann, immer wieder solche Meinungen auch einmal zu bündeln und zu kanalisieren, manchmal auch ein bisschen so umzuformulieren dass sie nicht als Frontalangriff wirken.
00:29:15: aber manchmal ist auch der Frontalangriff für unsere Lobbyistenarbeit gar nicht so schädlich in den Industrieverbänden wo größere Konzerne dann sehr dominant sind, da wird vielleicht manchmal etwas zurückhaltender formuliert.
00:29:31: Aber die überlegen sich ja auch intern manchmal jedes Wort dreimal.
00:29:37: was den Anlass zur Kritik betrifft finde ich ist er in den letzten Jahren auch größer geworden und berechtigter geworden.
00:29:46: wir haben es mit einer zunehmenden Entfremdung der Politik von Wirtschaftsthemen und mit einer reduzierten Wirtschaftskompetenz zu tun.
00:29:54: Jetzt kommt so der kleine Titel haben wir noch mal rein, hast du zwei drei Punkte an denen du das konkret festmachen kannst?
00:30:02: Also was genau sind diese Beispiele?
00:30:04: du sagst okay dieser Unzufriedenheit?
00:30:06: die wird zunehmend gerechtfertigter.
00:30:09: also um es mal gerecht zu verteilen fangen wir einmal bei der vorherigen Bundesregierung an der Ampel Was dort mit der Heizungsgesetzkatastrophe dort verschuldet wurde, nämlich ich will gar nicht jetzt in Detail über das Gesetz und seine Regelungen sprechen.
00:30:31: Sondern die Art und Weise wie das dann diskutiert wurde hat dazu geführt dass im Bereich SHK Handwerk über Monate mittlerweile Jahre hinweg das Geschäft zurückgegangen ist weil die Leute gar nicht mehr wissen was eigentlich künftig gilt und sie dann zur Reparatur neigen statt zum Austausch, jetzt plötzlich wieder sagen nach den letzten Äußerungen doch vielleicht wieder Gas und nicht Wärmepumpe.
00:30:56: Also es ist eine Katastrophe, eine Kakophonie.
00:31:00: Und das liegt daran dass Politik nicht rechtzeitig mit den Machern gesprochen hat, mit denen die Politik auf der Letzten Meile umsetzen nämlich oftmals unsere Handwerker im Keller stehen und sagen, so jetzt wird hier ein Gesetz montiert in Form von einer Technologie X oder Y. Und dann den Groll abkriegen über das was in Berlin verzapft wurde.
00:31:28: Hätte man das SAK-Handwerk oder das Handwerk in Gänze mal frühzeitig gefragt im Habeckministerium hätten wir manches schon vorher sagen können dass das so und so nicht funktioniert.
00:31:40: Und das zeigt sich manchmal an würen Blüten.
00:31:42: Es gab ja damals auch die Diskussion, dass Herr Schornsteinfeger dann verpflichtet ist, sich den Personalausweis zeigen zu lassen und zu gucken ob die Oma jetzt Achtzig ist oder älter nach dem Motto Wenn du jünger bist, dann musste irgendwie noch erneuern wenn der Älter bis darf so in den alten Kessel drin stehen lasst ein Schwachsinn hochziehen.
00:32:00: In der neuen Koalition Ein eben so gutes Beispiel, die Tausend Euro Entlastungsprämie.
00:32:06: Ja vielen Dank für gar nichts!
00:32:08: Da sagt eine Bundesregierung, die Arbeitgeber dürfen ihren Arbeitnehmern jetzt tausend euro zahlen.
00:32:14: Also erstens wurde die Arbeit Geber vor nicht gefragt ob sie es überhaupt haben und zweitens wird's dann so verkauft als sei das tatsächlich eine Kostendämpfung der Politik.
00:32:24: Und ich hab's kürzlich dann in einem Radiointerview auch so formuliert.
00:32:28: Friedrich Merz läuft als Geschenkeonkel rum, aber mit dem Portemonnaie von einer anderen Tante und das ist tatsächlich auch sowas von Wirklichkeitsfremd und da darf man auch mal
00:32:36: schimpfen.".
00:32:36: Es gibt ein sehr schönes Zitat dafür.
00:32:39: Freiwill für alle der Letzte zahlt?
00:32:43: So kommt es ein bisschen vor.
00:32:44: was also am Ende... Das ist ja keine Entlastung sondern Zusatzausgabe einfach für die Betriebe.
00:32:49: Also es gibt ja auch Social Media.
00:32:51: verzeiht und vergisst ja auch wenig.
00:32:53: Ich glaube ein Interview von dreiundzwanzig, wo auch diese Entlastungsprämie ja schon mal von der anderen Regierung kam und da hat ein gewisser Herr Merz da so gegengepoltert als, glaub ich fliggenteppig bezeichnet.
00:33:06: Also das wäre ein schönes Streitgespräch was man vielleicht von der KI mal produzieren lassen könnte.
00:33:12: Ein Streit Gespräch zwischen Friedrich Merz von heute und damals.
00:33:17: Oder ich auch jetzt kürzlich den Gedanken hatte, möglicherweise werden wir ja schon von Heidi Reichineck regiert.
00:33:23: Aber gefangen im Körper von Friedrich Merz insofern man wundert sich tatsächlich über manches was damit mit völliger Ignoranz und Inkompetenz über wirtschaftliche Effekte entschieden wird?
00:33:36: Ja, die Liste ist ja ewig lang über Parteigrenzen hinweg.
00:33:41: Die einzige Unterscheidung ist nur bis zu gerade in der Regierung oder in der Opposition.
00:33:45: dann vergisst man früher oder schneller, oder langsamer nach dem.
00:33:51: Also auch da gesagt habe ich meine wenn es eine Entlastungsprämie wäre, dann ziehe halt einfach so lange Lohnsteuer nicht ab bis tausend Euro erreicht sind.
00:33:59: Dann wär's ne Prämie die der Staatshalt.
00:34:01: Absolut das war auch mein erster Gedanke macht es doch nicht on top sondern macht sie doch quasi einfach runter rechnen.
00:34:11: Das wäre betriebswirtschaftlich kompetent gewesen.
00:34:14: Das wäre dann auch wirklich eine Entlastung und keine Belastung für eine andere Seite.
00:34:19: Wäre dann super, sind ja ein paar hundert Euro die dann mehr Netto vom Brutto hängen bleiben.
00:34:25: Die Arbeitnehmer hätten sich genauso gefreut... Die Arbeitgeber hätten nicht mehr gezahlt.
00:34:29: Die Politik hätte sich einreihen können in die Kreativen, die sowas auf die Spur bringen.
00:34:36: Aber wenn du natürlich...
00:34:38: Hätte März ja sogar feiern können für den zwanzig-dreienzwanziger März?
00:34:42: Absolut!
00:34:43: Nach dem Motto so macht man es lieber Olaf.
00:34:45: Mir
00:34:45: war ja wirklich schlecht.
00:34:46: So und jetzt machen wir gut aber... Naja, gut.
00:34:50: Sie werden sich bestimmt irgendwas dabei gedacht haben, hoffe ich.
00:34:53: Ich glaube nicht.
00:34:56: Ja, müssen wir mal schauen.
00:35:00: Wir sind ja auch gerade dabei oder du hast gesagt, beziehungsweise im Thema Lobbyarbeit.
00:35:05: Ich habe mal
00:35:05: irgendwo eine Zahl gelesenes Arbeiten oder zumindest zu dem Zeitpunkt wo ich es gelesen habe in der Brandeisens ungefähr achthunderttausend Menschen in der deutschen Automobilindustrie und ungefähr fünf Komma fünf Millionen Menschen im Handwerk.
00:35:18: Wieso hat ist alles nur ein Gefühl aber die Automobil Lobby eine deutlich stärkere Meinungsvertretung und mehr Gehör als die Wirtschaftskraft von nebenan, die am Ende des Tages dieses Infrastruktur-Sondervermögen ja irgendwie umsetzen muss.
00:35:39: Weil also es hat verschiedene Gründe.
00:35:42: zum einen ist die Lobbyarbeit der Automobilindustrie natürlich eine über viele viele Jahrzehnte stärker professionalisierte gewesen und das war immer sehr singulär.
00:36:00: eine Industrie, wenige Unternehmen ein Verband.
00:36:06: Das heißt wenn da irgendetwas gewünscht war ist das innerhalb von wenigen Minuten aus den Konzernzentralen über den Verband in die Politik reingegangen.
00:36:16: und dann haben sie natürlich sofort gewuchert und gesagt also hier Wolfsburg Rüsselsheim, Sindelfingen alles Wähler!
00:36:24: Und dann gerät der Abgeordnete erstmal in Schockstache.
00:36:32: mit seinen
00:36:33: Dutzenden
00:36:34: von Organisationen, auch im Bund.
00:36:37: Bundesfachverbände, dreiundfünfzig Handwerkskammern, hundertdreißig Berufe die jetzt vordergründlich erst mal überhaupt nichts mindener zu tun haben.
00:36:50: Friseur und Fliesenleger haben nur bei einigen beide was mit Platten zu tun aber ansonsten komplett
00:37:00: die Arbeit meistens drin
00:37:02: Genau, aber diese wirklich Maurer-Bäcker rühren auch was an.
00:37:10: Aber es ist tatsächlich so heterogen und daraus eine Stimme zu machen is natürlich schon ne Aufgabe für sich.
00:37:19: Diese Meinungsbildung zu organisieren aus dieser Heterogenität heraus das ist schon mal viel interne Arbeit.
00:37:26: Das Riesenleistung, die auch ein ZDH da vollbringen muss.
00:37:33: Und das ist natürlich Zeit, die in so einem singulären Thema wie Automobil dann anders verwendet wird und ich glaube dass wir aber in den letzten Jahren auch mittels unserer Kampagne der Sandwerkwirtschaft macht von nebenan da Fahrt aufgenommen haben Und dieses nach vorne gehen, an die Rampe gehen.
00:37:58: Selbstbewusstsein Rücken gerade machen vielleicht manchmal sogar ein bisschen mehr Relevanz vorgeben als man in bestimmten Themen hat.
00:38:09: das ist in der heutigen Zeit in dieser Phase Die von Aufmerksamkeit unglaublich lebt eine Aufmerksamkeitsökonomie sehr wichtig.
00:38:21: und da ist vielleicht auch noch Luft nach oben dass wir uns da versuchen, immer wieder vorne an die Rampe zu stellen.
00:38:30: Wir haben einen Medientalent als ZDH-Präsidenten.
00:38:34: Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, an der das Handwerk so oft in Talkshows und Nachrichtensendungen auch vertreten war.
00:38:43: Und das ist das was man jetzt da braucht.
00:38:46: aber da haben wie gesagt andere Branchen, die halt sehr viel engere Themen haben, sehr viele kleinere Mitgliedschaften haben da Vorsprung.
00:38:53: Ja, hast du eine Lösung?
00:38:54: Ich meine gerade wenn du sagst hundertvierzig tausend Betriebe.
00:38:58: Also das ist
00:39:00: ja... Ihr Bandwirk, ja.
00:39:01: Da seid ihr ja in Baden-Württemberg die Interessensvertretung von all diesen Betrieben, die euch ja stark machen.
00:39:06: Wenn man das jetzt mal vergleicht mit der Automobilindustrie ist natürlich auch die Relevanz, wenn es einem Betrieb schlecht geht ne ganz andere als wenn es VW schlecht geht.
00:39:18: Das heißt auch mit Wirtschaftshilfen und allem drum und dran Genau, die gefühlt kriegen die Kleinen ja immer weniger ab als die Großen.
00:39:27: Und genau wenn man sich anschaut so okay Rettungsgelder und trotzdem Dividenden ausschütten und sowas.
00:39:32: Trumsteuer?
00:39:33: Ja genau du bist leider zu klein zum Sparen.
00:39:35: es tut mir leid Ja,
00:39:39: aber da arbeiten wir gegen.
00:39:41: Also ich habe genau aus dieser Motivation heraus oder aus diesem Frust heraus das man angeblich dann zu klein ist obwohl man riesengroßes in der Menge haben wir die Kampagne die wir jetzt zur Landtagswahl gemacht haben also der Rahmen indem wir auch unsere Forderungen eingebracht haben betitelt mit dem Slogan Mit dem Handwerk gewinnt man Wahlen.
00:40:06: Jeder zehnte Wahlberechtigte in Bad Württemberg ist Handwerker.
00:40:11: Allein diese Relation hat manche der Abgeordneten und der Parteigänger da auf dem Parteitag überrascht, jeder Zehnte ist Handwerk!
00:40:24: Genau.
00:40:26: Und dann habe ich gesagt, wenn Sie jetzt auch noch den Handwerker und seine Familie zusammenrechnen und gucken das vielleicht der Partner?
00:40:32: Die Partnerin die Kinder auch schon wahlberechtigt sind was ja jetzt tatsächlich mit dem der Absenkung auf sechzehn Jahre beim beim Wahlalter auch der Fall war hab ich gesagt Dann sind es sogar am Ende.
00:40:42: jeder siebte ist quasi Teil einer Handwerka-Familie.
00:40:48: Jeder siebtwahlberechte und dass was ich eben meinte, mit manchmal muss man auch das, was man selbst schon weiß noch viel stärker ins Schaufenster stellen.
00:41:01: Und als Rheinländer habe ich sowieso kein Problem damit den manchmal bescheidenen Baden-Württembergern zusammenkommen jetzt volle Kanne attacke.
00:41:12: Was hilft es wenn du gut bist und dass niemand weiß?
00:41:15: Ja vor allen Dingen, weil so das lustige ist ja die Mutter aller Sprüche Was Marketing betrifft, hat ja mit uns zu tun.
00:41:25: Klappern gehört zum Handwerk.
00:41:28: Witzigerweise macht das Handwerk selbst nicht immer so?
00:41:32: Ich finde es auch ein anderer Spruch der den habe ich auch im Handwerk kennengelernt also jemand der Marketing Handwerk gemacht hat.
00:41:40: erst wenn deine Ohren anfangen zu bluten fängt es drauf zu wirken.
00:41:46: Und deswegen, ich glaube diese plakativen Sprüche.
00:41:48: So doof es klingt aber... ...Sechsenszwanzig für sechsenswanzig oder jederzehnte wahlberechtigtes Handwerker.
00:41:53: Guck
00:41:54: mal!
00:41:54: Hast du dir auch schon gemerkt?
00:41:56: Ja, im Vergleich zu, ich sag mal, spitzen Vertretern oder Politikern höre ich manchmal zu.
00:42:04: Dementsprechend schaue ich.. also das macht halt Sinn ... das so aufzubauen, weil du wirst halt von allen Ecken und da vielleicht auch ein bisschen Verständnis für die Politik.
00:42:13: Du wirst ja aus allen Eckens beschossen mit... Ja genau!
00:42:15: Hier müsste man hier könnte man und am Ende ist wie eine gute Präsentation, du musst halt eine Kernwohlschaft mitnehmen.
00:42:21: Und vielleicht auch zwei und dann ist schon viel gewonnen und darauf kann man dann aufbauen.
00:42:27: Und am Ende ich könnte jetzt noch wir könnten noch siebenundzwanzig andere Themen anreisen.
00:42:33: vom Fachkräftethema Digitalisierung Bürokratie haben wir es schon leicht angeschnitten ... würde ich noch einmal kurz den Bogen spannen.
00:42:39: Konkret ist der Podcast, der HeroCon und du bist dieses Jahr auch mit dabei?
00:42:46: Ja!
00:42:46: Mit der... Also auch das freut mich wirklich wahnsinnig weil am Ende wir haben bei uns so das Motto dass wir nicht diese... Wir nehmen nicht für uns in Anspruch, dass wir irgendwie politische Meinungsmache machen wollen sondern bei all den Rahmenbedingungen wie wir sie gerade haben gibt es ja zwei Möglichkeiten.
00:43:06: vielleicht Ja, doch zwei.
00:43:08: Entweder du setzt dich an deinem Stammtisch und resignierst und meckerst rum oder du schaust wie machst du mit den Rahmenbedingungen das Bestmögliche für deinen Betrieb daraus?
00:43:17: Und jetzt sind es noch drei.
00:43:18: Oder Du entscheidest Dich aktiv.
00:43:19: Das ist auch ein Thema Richtung Ehrenamt.
00:43:21: Du hast ja auch ohne dass Hauptamt die Möglichkeit dich zu engagieren was an dem Status quo zu verändern.
00:43:31: Wir sind eben dabei zu sagen, wie machen wir aus all dem das Beste.
00:43:34: Ja, wir wissen das nervt aber es gibt Unternehmen die gehen voran, die verändern einfach obwohl ist natürlich besser gehen würde oder die Rahmenbedingungen einfacher sein könnten.
00:43:47: Wir bauen nur offene Plattform und auch da ich meine du bist im Hauptamt unterwegs.
00:43:53: Triffst auf ein paar Handwerker was uns wahnsinnig freut weil ich glaube um das erfolgreichzumachen muss man wirklich alle an einen Tisch holen.
00:44:00: Und genau, vielleicht magst du mal in so zwei drei Sätzen sagen warum du obwohl das ganze Thema Neutralitätsgebot und Co.
00:44:07: mit dabei ist?
00:44:09: Genau was hatte ich an der Idee der HeroCon vielleicht begeistert?
00:44:14: Ja gut also das neutralitätsgebot gilt ja in politischer parteipolitischer Hinsicht dass Das wird ja überhaupt nicht tangiert dadurch dass Ich mich interessiere was eigentlich im bereich der der netzwerkarbeit Im handwerk Neuigkeiten da ist.
00:44:31: Und wenn solche Veranstaltungen entstehen und vor allen Dingen, wenn sie mehr als einmal passieren und dann ja kurz davor sind Traditionen zu werden, dann muss man dahin gucken.
00:44:42: Das ist eine Entwicklung.
00:44:43: Da gibt es offensichtlich einen Marktbedarf den ihr bedient und die Leute, die da sind, die mal kennenzulernen ihre Motivation auch zu hören und zu schauen welche Diskussionen wollen die denn da auch führen?
00:44:58: Welche Hilfestellungen brauchen die denn?
00:45:01: Das ist vornehmste Arbeit eines Verbandsvertreters.
00:45:06: Und ihr legt es ja darauf an, auch eine bundesweite Sichtbarkeit dazu haben dass man aus dem gesamten Bundesgebiet zu euch reisen kann.
00:45:15: deswegen ist das für mich als Baden-Württemberger auch spannend mal zu gucken.
00:45:20: Denn eines ist klar Die Wirklichkeit endet jetzt nicht an meinem Horizont Und wenn da etwas entsteht, was beispielsweise auch von unseren Handwerksorganisationen in ihrer angestammten Art und Weise noch nicht abgedeckt wird.
00:45:37: Dann ist es ja trotzdem dar und das sind Betriebe die in ihren Handwerkkammern in der Handwachsrolle eingetragen sind.
00:45:45: Insofern sind es auch Mitglieder denen man zuhören muss eine gute Gelegenheit.
00:45:49: Die melden sich sonst vielleicht nicht.
00:45:50: Die schreiben sonst keine Mail und bitten um Hilfe oder rufen mal an.
00:45:54: sind da und dann wollen wir sie mal treffen.
00:45:57: Ich bin immer hoch interessiert an solchen Innovationen, ich glaube das ist noch die alte journalistische Neugier in mir wenn Menschen zusammenkommen und was Neues entwickeln.
00:46:10: Das ist eine News und da muss ich hin.
00:46:13: Sehr schön!
00:46:14: Wir hat freut uns wirklich sehr dass du den Weg nach Dortmund findest oder auch auf der Bühne zweimal vertreten sein wirst also mindestens Und vielleicht haben wir noch weitere Standtaten vor, das muss mal gucken was das Ganze ergibt.
00:46:28: Ich
00:46:29: bin da!
00:46:30: Ervorragend und am Ende genau auch da nochmal die Einladung an alle Hörerinnen und Hörern.
00:46:38: ist es nicht nur Weiterbildung und viele Workshops und Speaker sondern es geht auch wirklich ums Vernetzen vor Ort.
00:46:45: in der Event-App habt ihr die Möglichkeit mit jedem in Kontakt zu treten.
00:46:49: dazu zählt auch Peter Haas.
00:46:52: Ähm, glaube ich so nah kommt man.
00:46:56: Also du bist ja schon sehr, sehr nahbar.
00:46:57: aber Menschen wie dich trifft man ja nicht jeden Tag.
00:47:00: also es sei denn man arbeitet bei und oder für dich
00:47:03: Man trifft mich jeden Tag irgendwo Ja genau
00:47:08: Und in dem Sinne freut mich wirklich wahnsinnig dass du mit dabei warst.
00:47:13: Ich hätte jetzt wirklich noch zwei Stunden weiter mit dir über verschiedenste Themen sprechen können Weil genau erfrischend ist.
00:47:20: Du bist sehr, sehr erfahren in den Dingen die du tust klar in der Sprache und genau am Ende trotzdem immer offen neue neue Blickwinkel kennenzulernen.
00:47:31: Jetzt aber Schluss mit Lob hier.
00:47:33: Ja ist ja gar kein Lob.
00:47:34: das ist eine Mischung aus Lob und vielleicht auch... vergiftetes Lob in die Branche, weil das steht so hervor.
00:47:42: Weil ganz viele sagen okay ich gucke manchmal wenn ich mit Vertretern anderer Organisationen spreche passiert dann so muss ich gucken ob das schwarze der Fingernengel auch da ist, weil da schon auch manchmal noch eher so konservatives Revierverhalten da ist.
00:47:59: also Ich kann sagen es haben nicht alle Leute applaudiert dass wir die HeroCon ins Leben gerufen haben.
00:48:04: und das aufzuberechen dafür braucht man eben Partner in verschiedenen Ecken, die eine Idee bewerten wie gut vielleicht eine Idee ist und nicht von wem sie kommt.
00:48:14: Und deswegen freue ich mich über jeden.
00:48:17: also eingeladen sind grundsätzlich das Handwerk sich das anzuschauen was wir da in Dortmund machen.
00:48:23: wenn jemand sagt okay den Themen Automationen KI Wachstum und Zukunftskräften habe ich überhaupt kein Problem da läuft alles bei mir dann bist du da trotzdem richtig weil dann möchte ich die Leute auf der Bühne stehen sehen
00:48:33: Ja, und vor allen Dingen also ein Wirtschaftszweig mit einer Million Betriebe und fünf Millionen Menschen im ganz Deutschland.
00:48:41: Die wird man nicht mit One Fits All Konzepten bedienen können.
00:48:46: Also lassen wir da auch ein paar mehr Blüten blühen.
00:48:50: Wichtig ist, dass das alle Akteure die sich um diese Zielgruppe da bewerben möglichst in kooperativen Grundgedanken haben, sich nicht feindlich gesonnen sind und schauen, dass immer eine Dialogbereitschaft da ist.
00:49:06: Und wie gesagt, Horizont-Erweiterung entsteht dadurch, dass man das Bötchen nochmal eine Meile weiterfährt.
00:49:16: Ja, schöner hätte ich es nicht zusammenfassen können.
00:49:19: Bei uns gibt's eine Tradition... Also seitdem ich das hier moderiere, gibt es eine Tradktion und mein Gast hat das letzte Wort.
00:49:29: Das ist aber den vorletzten Anschlag, den ich auf dich vorher habe weil es gibt jetzt bald eine neue Tradition.
00:49:37: der nennt sich der HeroCon-Fragenhagel Und
00:49:43: ich kriege jetzt beide Traditionen, oder was?
00:49:44: Du gehst jetzt
00:49:45: beide Tradition und du machst ihn danach zu einer.
00:49:48: Okay!
00:49:49: In dem Sinne... Ich stelle dir ein paar Fragen und versuch sie einfach so gut es geht und kurz es geht zu beantworten.
00:49:57: Es darf hageln.
00:50:00: Bist du bereit?
00:50:02: Ervorragend Peter.
00:50:04: Was macht für dich ein perfektes Event aus?
00:50:09: Spaß und keine Pausen
00:50:13: Currywurst oder Waffel am Stil
00:50:16: Currywurst, ganz klar.
00:50:18: Bei der Aftershow-Party?
00:50:19: bist du an der Bar oder auf der Tanzfläche?
00:50:22: Beides!
00:50:24: Mit dem Glas auf der Tanzenfläche.
00:50:29: Worauf freust Du Dich am meisten bei der HeroCon?
00:50:37: Ich glaube auf überraschende Momente.
00:50:39: also Leute die mich ansprechen und dann inspirieren.
00:50:45: Was sind im Handwerk im Moment die wichtigsten Zukunftsthemen?
00:50:51: Die Integration von KI in den Betriebsalltag, als ganz selbstverständlich keine angstmachende Sache.
00:50:58: Die Deckung des Fachkräftebedarfs und vor allen Dingen ganz vorne Nachfolge.
00:51:04: Passt perfekt die Folgefrage Handwerk oder KI?
00:51:09: Geht jetzt schon hand-in-hand bei Betrieben, die richtig vorne dabei sind?
00:51:16: Wenn du von sechsundzwanzig für sechsund zwanzig einen Punkt sofort umsetzen dürftest welcher wäre das
00:51:25: dann?
00:51:25: die zugesachte Meisterprämie zu verdoppeln, aber nicht erst im nächsten Haushalt sondern ab morgen.
00:51:31: Wunderbar!
00:51:32: Peter jetzt kommt die zweite Tradition an der Stelle.
00:51:35: schon mal vielen.
00:51:36: vielen Dank dass du da warst dein letztes Wort
00:51:42: Einwort oder?
00:51:45: Du darfst auch ein Schachtelsatz bauen.
00:51:47: Oh Gott keine Sorge.
00:51:49: Dann würde ich sagen wir sehen uns in Dortmund.
00:51:54: Perfekt Peter, vielen Dank und wir sehen uns spätestens in Dortmund.
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